Smart City Bamberg
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Gesucht: WegGefährten für Menschen mit Demenz

Volkskrankheit Demenz – Hohe Dunkelziffer der Erkrankungsfälle

Demenz betrifft weltweit Millionen Menschen – auch in Bamberg. Offiziell sind es rund 4.000 Betroffene in Stadt und Landkreis und rund 9.000 Menschen mit einer Vorstufe der Erkrankung. Die Dunkelziffer der an Demenz Erkrankten ist hoch und aufgrund des demografischen Wandels – die Gesellschaft wird immer älter – wird sich die Situation in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiter verschärfen.

Gefahren im Alltag

Menschen, die an Demenz erkranken, neigen zu einem starken Bewegungsdrang, und das zu allen Tags- und Nachtzeiten. Gleichzeitig ist dieser oft ohne Ziel oder das ursprüngliche Ziel ist schnell vergessen. Resultat ist, dass Menschen mit Demenz die Orientierung verlieren, was im öffentlichen Raum mitunter lebensgefährlich werden kann. Die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung wie der am Michelsberg oder im zukünftigen SancuraPark kann hier helfen, stößt aber auch an ihre Grenzen. Denn Ziel soll ja sein, die Menschen nicht einfach wegzusperren. Stattdessen soll ihnen so lange wie möglich die Teilhabe am Leben in Bamberg ermöglicht, aber gleichzeitig ihre Sicherheit gewährleistet werden.

Zusammen mit der Sozialstiftung Bamberg Altenhilfe gGmbH schafft Smart City Bamberg hier eine Lösung, die Menschen mit Demenzerkrankung länger Teilhabe am öffentlichen Leben bei gleichzeitiger Sicherheit ermöglichen soll. Digitalisierung und ehrenamtliches Engagement gehen dabei Hand in Hand:

Wie funktioniert das?

Bewohnerinnen des zukünftigen Demenzzentrums im SancuraPark bekommen die Möglichkeit, freiwillig Ortungsgeräte zu tragen. Je nach Stadium der Krankheit wird ein individueller Bereich festgelegt, in dem sich die Person sicher bewegen kann. Verlässt sie diesen Bereich, werden die Mitarbeitenden des Demenzzentrums alarmiert. Befindet sich die verloren gegangene Person im öffentlichen Raum, bekommen auch geschulte Freiwillige eine Benachrichtigung auf einer eigens entwickelten Handy-App. Dort sehen sie, wo sich die Person befindet, können nach ihr suchen und sie zurück ins Demenzzentrum begleiten.

Veranschaulichendes Bild zum Textabschnitt
Für das Pilotprojekt im SancuraPark werden nun Freiwillige für dieses wertvolle Ehrenamt gesucht.

Die WegGefährten erhalten eine Schulung zum Umgang mit den an Demenz erkrankten Menschen sowie auch der Anwendung selbst. Der Umfang des persönlichen Engagements kann jede und jeder selbst entscheiden. Was man mitbringen sollte:

  • Einfühlungsvermögen und Interesse an Menschen mit Demenz
  • Freude an bürgerschaftlichem Engagement und Nachbarschaftshilfe.
  • Grundlegende Smartphone-Kenntnisse (App-Schulung wird angeboten).

Supported by:

Conducted by the Bamberg Economic Department

Department for Economy and Digitalization