Smart City Bamberg
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SCCON 2026: Ausgezeichnet, vernetzt und voller neuer Impulse

Erster Platz beim Open-Source-Preis, eine Podiumsdiskussion vor vollem Haus und zahlreiche Gespräche mit Kommunen aus ganz Deutschland: Die Smart Country Convention 2026 bot dem Team von Smart City Bamberg viele Gelegenheiten, Erfahrungen weiterzugeben, neue Lösungen kennenzulernen und Kooperationen anzustoßen.

Die Smart Country Convention (SCCON) brachte auch 2026 Vertreter:innen aus Kommunen, Verwaltung, Wissenschaft und Digitalwirtschaft zusammen. Für Smart City Bamberg stand der bundesweite Austausch im Mittelpunkt: Welche digitalen Lösungen haben sich bereits bewährt? Was können Kommunen voneinander übernehmen? Und wie lassen sich offene Anwendungen gemeinsam weiterentwickeln? Dieses Jahr waren wir am Stand der Open Source Business Alliance am Stand von Civitas Core erstmals mit einer “Base” gesegnet und konnten dort viele bekannte und neue Gesichter treffen.

Erster Platz beim Open-Source-Preis

Ein besonderer Höhepunkt war der Pitch von Projektmanager Jonas-Dario Troles, der zeigt wie BaKIM mit KI bei der Baumpflege hilft. Daraufhin gab es beim Open-Source-Preis in der Kategorie „Künstliche Intelligenz“ direkt den ersten Platz. Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung offener und übertragbarer Lösungen für die kommunale Digitalisierung und wir sind sehr stolz den Preis ein zweites Mal nach Bamberg hoeln zu können.

„Der erste Platz war schon ein besonderes Highlight und bei der Preisverleihung war ich dann auch ganz schön nervös. Mindestens genauso wertvoll war aber der persönliche Austausch mit den anderen Modellprojekten Smart Cities aus ganz Deutschland.“
Jonas-Dario Troles, Projektmanager Smart City Bamberg

Neben dem fachlichen Programm blieb auch Zeit für persönliche Begegnungen – und die eine oder andere Portion Frozen Yogurt. Das Bamberger Team traf unter anderem Vertreter:innen aus Lemgo-Kalletal, Mannheim, der Smarten KielRegion und Münster. Die Gespräche zeigten erneut, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Kommunen ist: Viele Herausforderungen ähneln sich, und bereits entwickelte Lösungen können gemeinsam weitergedacht oder auf andere Städte und Regionen übertragen werden.

Volles Haus bei der Diskussion über resiliente Smart Cities

Großes Interesse fand auch die Podiumsdiskussion mit Sascha Götz, Programmleiter Smart City Bamberg, und der Chief Digital Officer der Landeshauptstadt München Dr. Laura Dornheim. Im Mittelpunkt stand die Frage, welchen Beitrag Smart-City-Ansätze zur Resilienz von Städten und Regionen leisten können.

„Die Resonanz auf die Podiumsdiskussion zur Resilienz durch Smart-City-Lösungen war enorm. Der Saal war voll, und einige Interessierte fanden keinen Platz mehr. Das zeigt, wie sehr die Frage nach resilienten Städten die Kommunen derzeit beschäftigt.“
Sascha Götz, Programmleiter Smart City Bamberg

Bundesweites Interesse an den Bamberger Aktivitäten

Der Stand von Civitas Connect e. V. war ebenfalls stark frequentiert. Dort wurden verschiedene Anwendungsfälle und Erweiterungen auf Basis von CIVITAS/CORE präsentiert und mit den Besucher:innen diskutiert. Zu den Gästen gehörte auch der zweite Bürgermeister von Lissabon Vasco Anjos, der direkt einen Bamberger Bildband geschenkt bekommen hat. Die Verbindung zwischen Bamberg und Lissabon ist eng: Die von Bamberg mitentwickelte Plattform wird bereits an einer Universität in Lissabon genutzt. Besonders spannend: Die neue Version 2.0 von Civitas Core, die erst letzte Woche veröffentlicht wurde, stößt auf große Vorfreude.

Besonders erfreulich war die überregionale Wahrnehmung der Bamberger Aktivitäten. In zahlreichen Gesprächen erhielt das Team positive Rückmeldungen zur Arbeit von Smart City Bamberg und insbesondere zur Vernetzung mit anderen Kommunen.

„Smart City Bamberg ist inzwischen deutschlandweit bekannt. Besonders gefreut hat mich, wie positiv unsere Vernetzungsaktivitäten wahrgenommen werden. Der gut besuchte Stand von Civitas Connect und die vielen Gespräche haben gezeigt, wie groß das Interesse an offenen und übertragbaren kommunalen Lösungen ist.“
Volker Brand, Projektmanager Smart City Bamberg

Vom Messeimpuls zur konkreten Anwendung

Im Vergleich zum Vorjahr wurden auf der SCCON viele Lösungen präsentiert, die bereits weit entwickelt und praktisch einsetzbar sind. Dazu gehörten unter anderem ein Dolmetscher-Tool für Behörden aus Kassel, eine Lösung aus Hamburg zur Digitalisierung alter Pläne mit XPlanung, ein Code-Review-Tool aus München sowie eine KI-gestützte Unterstützung für Wohngeldanträge aus Tübingen.

Das Team von Smart City Bamberg wird nun prüfen, welche dieser Anwendungen auch für Bamberg infrage kommen und ob sich daraus neue Kooperationen ergeben.

Interesse an der Bamberg-App

Auch die Bamberg-App stieß im Austausch mit anderen Städten und Landkreisen auf Interesse. Mehrere Kommunen prüfen, ob sich der Bamberger Ansatz oder einzelne technische Bestandteile auf ihre jeweiligen Anforderungen übertragen lassen. Die Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium und werden nach der SCCON fortgesetzt.

„Die vielen Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland haben gezeigt, wie wichtig der kommunale Austausch ist. Besonders erfreulich ist das Interesse anderer Kommunen an der Bamberg-App. Gemeinsam prüfen wir nun, welche Ansätze und Bestandteile sich übertragen lassen.“
Jonas Behr, Projektmanager Smart City Bamberg

Gemeinsam statt nebeneinander

Das Fazit der SCCON 2026 fällt positiv aus: Kommunale Digitalisierung gewinnt an Geschwindigkeit, wenn Städte und Regionen ihr Wissen, technische Grundlagen und erprobte Anwendungen miteinander teilen. Offene Lösungen bieten die Möglichkeit, auf bestehenden Erfahrungen aufzubauen, anstatt vergleichbare Angebote mehrfach neu zu entwickeln.

Für Smart City Bamberg ergeben sich aus der Messe konkrete nächste Schritte. Das Team wird die vorgestellten Anwendungen bewerten, begonnene Gespräche fortsetzen und neue Kooperationen prüfen. Die SCCON war damit nicht nur eine Gelegenheit, die Bamberger Projekte bundesweit sichtbar zu machen. Sie lieferte auch neue Impulse für eine gemeinwohlorientierte, vernetzte und zukunftsfähige Stadtentwicklung.

Gefördert durch:

Durchgeführt vom Wirtschaftsreferat Bamberg

Referat für Wirtschaft und Digitalisierung